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Turnverein droht Auflösung
Quelle: HAZ,11.03.10
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Der fast 1000 Mitglieder starke Verein in Badenstedt kann zwei Vorstandsposten nicht besetzen.
Den Turnverein Badenstedt (TVB) gibt es seit fast 120 Jahren, doch dieses Jahr könnte das letzte in der Geschichte des alteinge-
sessenen Vereins sein: Der TVB sucht dringend zwei Mitglieder, die sich ehrenamtlich im Vorstand engagieren - und findet keine.
Lediglich der amtierende Vorsitzende Ralph-Henry Aschoff wäre bereit weiterzumachen, sofern ihm zwei Stellvertreter zur Seite
stünden. Denn nur dann kann der Vorstand überhaupt die Geschäfte weiterführen. Sollte sich jedoch unter den fast 1000 Mitglied-
ern niemand für die vakanten Stellvertreterposten finden, stünde der TVB vor dem Aus. "Das Amtsgericht müsste dann einen Vor-
stand einsetzen, die Folge wäre sicherlich die Auflösung des Vereins", befürchtet Aschoff. Die schwierige Suche nach einem neuen
Vorstand hatte schon im vergangenen Jahr begonnen.
Damals war der alte dreiköpfige Vorstand nach heftigen Auseinandersetzungen mit Mitgliedern der Tennissparte geschlossen
zurückgetreten. Grund dafür war der geplante Verkauf der Tennishalle, die immer weniger gebucht wurde und somit für den Verein
nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben war. Daraufhin seien rund 60 Mitglieder der Tennissparte aus dem Verein ausgetreten, be-
richtet Aschoff. Erst in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im April fand sich dann mit Aschoff ein neuer Vorsitzender.
Und zwei weitere Mitglieder erklärten sich bereit, für ein Jahr die Stellvertreterposten zu übernehmen, damit der Verkauf der
Tennishalle abgewickelt werden konnte. Nun stehen alle Zeichen wieder auf Anfang: Der noch amtierende Vorstand setzt seine
ganzen Hoffnungen erneut auf die außer-ordentliche Mitgliederversammlung, zu der er für den kommenden Donnerstag eingeladen
hat. Denn wie schon im vergangenen Jahr war die ordentliche Hauptversammlung ergebnislos verlaufen. Von den 50 Mitgliedern,
die gekommen seien, habe sich niemand für die Vorstandsposten gemeldet, berichtet Pressewartin Karin Freyberg enttäuscht.
Als alleiniger Vorsitzender würde Ralph-Henry Aschoff ungern weitermachen. Das wäre ohnehin nur möglich, wenn zwei Drittel der
Mitglieder einer entsprechenden Satzungsänderung zustimmen würden, wie Roland Krumlin, Geschäftsführer des Stadtsport-
bundes, erläutert. Denn die gültige Satzung des TVB schreibt mindestens drei Vorstandsmitglieder vor. Abgesehen davon möchte
Krumlin dem Verein einen solchen Schritt auch nicht empfehlen. "Das wäre nicht glücklich", sagte er. So ohne Weiteres aufgeben
will Aschoff den Verein aber nicht, in dem er schon als Kind Sport getrieben hat und dem er seit 1964 angehört. Doch nicht nur
das. "Unter einer Auflösung würden viele leiden", sagt er. Immerhin treiben knapp 1000 Mitglieder in den Sparten Leichtathletik,
Handball, Fußball, Petanque, Tennis und Turnen Sport. Und dann gibt es noch die Behindertenabteilung. Auch der Geschäftsführer
des Stadtsportbundes würde eine Auflösung des Vereins sehr bedauern. "Der TVB hat eine wichtige Funktion in der Stadt", sagt er.
Allerdings hat es Krumlin in seiner mehr als 20-jährigen Laufbahn beim Stadtsportbund bislang nicht erlebt, dass das Amtsgericht
tatsächlich einen Sportverein auflösen musste, wie er sagt. Und auch im Fall des TV Badenstedt gibt er sich zuversichtlich: "Es
wird sich sicher eine Lösung finden." Sollte das Schlimmste aber nicht mehr zu verhindern sein, dann würde der Stadtsportbund
davon profitieren: In der Satzung des TVB ist festgeschrieben, dass das gesamte Vermögen an die Dachorganisation fällt, die es
dann für die Sportförderung verwenden muss.
Den Wert des TVB-Grundstückes an der Salzhemmendorfer Straße einschließlich der Gebäude schätzt Aschoff auf rund 3,5 Milli-
onen Euro. Nach Tilgung der Schulden von knapp 200.000 Euro bliebe da noch einiges übrig. Die außerordentliche Mitgliederver-
sammlung findet am Donnerstag, 18. März, um 19 Uhr im Klubhaus des TVB statt. Sollte der Verein aufgelöst werden, fällt das
vereinseigene Grundstück samt der Gebäude an den Stadtsportbund.
Dillenberg
11.03.2010 / STAW Seite 1 Ressort: STAW
Sportler heizen rentabel
Quelle: HAZ, 31.08.2006
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Badenstedt: Der Turnverein Badenstedt ist der Abnehmer des 100. Blockheizkraftwerks (BHKW) der Energiewerkstatt GmbH aus
Hannover-Badenstedt.
Der TV Badenstedt will ein veraltetes Heizsystem ersetzen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Heizkesseln sorgt ein BHKW nicht nur
für Heizwärme, sondern produziert auch Strom - pro Jahr etwa 90 000 Kilowattstunden. Nur einen Teil davon verbraucht der TV
Badenstedt selbst. Der Rest wird in das enercity-Stromnetz eingespeist.
Der Sportverein erhofft sich dadurch Erlöse von bis zu 10 000 Euro jährlich.
mas
+ + Zwischen Abpfiff und Anpfiff + +
Badenstedt plant Turn-Talent-Schule
Quelle: HAZ, 08.12.2005
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Der Turnverein Badenstedt hat den Kooperationsvertrag mit dem Niedersächsischen Turnerbund (NTB) für das Stützpunkttraining
des Frauenbundeskaders um vier Jahre verlängert. Als einziger Standort in Niedersachsen bietet der Klub die Voraussetzungen für
die geforderte Vorbereitung der Besten.
Nächstes Ziel ist nun die Gründung einer Turn-Talent-Schule, die der Deutsche Turnerbund bis 2012 flächendeckend aufbauen
möchte. Der NTB will das Projekt 2006 auch in Badenstedt starten.
Voraussetzungen für diese Einrichtung sind eine separate Kinderturnabteilung und ein Leistungszentrum. Letzteres unterstreicht
seit Unterzeichnung des Kooperationsvertrages am 28. November diesen Jahres auch ein Schild am Eingang des TVB-Klubhauses.
Der NTB im TVB / Aktionstag Geräteturnen Sponsor für Trainerin gesucht
Quelle: HAZ, 16.06.2005
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Cornelia Hill soll am Turnstützpunkt Badenstedt weiterarbeiten, obwohl ihre Stelle gestrichen wird .
Von Carsten Schmidt
Hannover. "Komm!" Cornelia Hill hilft Acelya Özcan auf den Schwebebalken. Das neunjährige Mädchen balanciert zur Mitte und
setzt zum Spagat auf dem zehn Zentimeter schmalen Gerät an - ganz selbstverständlich. "Arme strecken und lächeln", sagt Trainerin
Hill, die zur Sicherheit Hilfestellung leistet.
Die 40-Jährige aus Hemmingen kümmert sich um die Acht- und Neunjährigen am Landesstützpunkt in Hannover-Badenstedt - mit
viel Engagement, das sich nicht aufs reine Training beschränkt.
Kleine Turnerinnen aus Hemmingen oder dem benachbarten Arnum wie Anna Wienecke holt sie mit dem Auto ab und bringt sie
auch wieder nach Hause. Doch allem Einsatz zum Trotz arbeitet Hill in zwei Wochen zum letzten Mal als bezahlte Landestrainerin im
Stützpunkt, obwohl ihre zehn Mädchen alle unter den besten 15 im Land platziert sind. "Meine Stelle wird zum 1. Juli gestrichen",
sagt sie.
Das hängt mit der großen Sportpolitik zusammen. Wegen mangelnder internationaler Erfolge ist Frauenturnen in die unterste
Förderungskategorie eingestuft - die letzte Medaille für den Deutschen Turner-Bund holte Anja Wilhelm aus Wolfsburg 1987 bei der
Europameisterschaft. Deshalb erhält diese Sportart auch vom Landessportbund Niedersachsen nur eine Anschlussförderung - obwohl
der Stützpunkt sehr gute Arbeit leistet, was drei Turnerinnen im Bundeskader und zwei weitere im Anschlusskader belegen.
Zu allem Überfluss wurde das ohnehin geringe Fördergeld im April noch einmal um zehn Prozent gekürzt - deshalb kann sich der
Niedersächsische Turnerbund (NTB) neben Peter Werner und Annett Lefebre eine dritte Trainerin nicht leisten. Hill klagt jedoch
nicht, sondern macht weiter - als Honorarkraft. "Natürlich muss ich jetzt sehen, wie ich meine Arbeit finanziert bekomme", sagt sie.
Möglich sei der Schritt in die Selbstständigkeit.
Auch der NTB will die Übungsleiterin halten, da Winter und Lefebre allein mit der Betreuung der 30 Mädchen zwischen acht und
13 Jahren am Stützpunkt hoffnungslos überlastet wären. Kunstturnen ist eine sehr trainingsintensive Sportart.
Schon die Zehnjährigen üben sechsmal in der Woche jeweils dreieinhalb Stunden an den Geräten. Jedes Kind bekommt zudem
einen eigenen Trainingsplan. Rosemarie Napp, Vizepräsidentin Leistungssport im NTB, räumt allerdings ein, dass der Verband aus
eigener Kraft das Honorar nicht aufbringen kann. "Da müssen die Eltern der Kinder mithelfen, wir denken an etwa 50 Euro Monats-
beitrag."
Die Mütter und Väter, die sich in einem Förderverein organisiert haben, sind dazu auch bereit. Sprecher Günther Wienecke, dessen
Tochter Anna zu Hills Gruppe gehört, weist aber darauf hin, dass es "gerade allein Erziehenden und Arbeitslosen" schwer fallen
wird, den Betrag aufzubringen. Deshalb suchen die Eltern nach Alternativen, um das nötige Geld zu akquirieren. "Schauen Sie, was
die Mädchen können", sagt er und weist auf eine kleine Turnerin hin, die ganz mühelos Salti, Schrauben und Radwenden turnt.
"Das könnte man doch auch in der Öffentlichkeit zeigen, bei Schauturnen beispielsweise", sagt Wienecke. "Vielleicht werden ja so
Sponsoren auf uns aufmerksam und können mithelfen, dass Frau Hill für ihre Arbeit bezahlt werden kann."
Am Stützpunkt Hannover-Badenstedt, Salzhemmendorfer Straße 12 in der Tennishalle des TVB, findet am Sonnabend 18. Juni 05
von 13 bis 16 Uhr ein Aktionstag Geräteturnen für fünf bis sieben Jahre alte Mädchen statt, die die Sportart kennen lernen wollen.
Anmeldungen unter Telefon (0 51 01) 58 40 48 oder (0 51 32) 85 66 06.
Sportler bauen Jugentreff
Quelle: HAZ, 17.07.2003
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Mit dem Bau eines behindertengerechten Jugendtreffs will der Förderverein des TV Badenstedt künftig jungen Mitgliedern des
Vereins einen eigenen Treffpunkt mit einem großem Aufenthaltsraum, Umkleidekabine, Duschen und Teeküche bieten. Für Rollstuhl-
fahrer, die häufig bei Fußballspielen zuschauen, wird es im neuen Jugendtreff auch eine behindertengerechte Toilette geben. Mit
einem Richtfest feierten Vereinsmitglieder und Sponsoren jüngst die Fertigstellung der ersten Bauetappe. Im Herbst soll das Haus
an den TV Badenstedt übergeben werden.
Kurt Billerbeck, Ehrenvorsitzender des Vereins, hat die Pläne für den Jugendtreff entworfen. Auch andere Mitglieder des Vereins
hätten vom Ausheben der Grube bis hin zum Dachdecken tatkräftig angepackt, lobt Karin Freyberg, Pressewartin des TV Badenstedt.
Besondere Unterstützung erfuhr der Verein auch vom Bezirksrat und der Stadt Hannover. Besonders die jugendlichen Fußballspieler
bräuchten dringend einen eigenen Treffpunkt, für den sie Eigenverantwortung übernehmen müssten, sagt Freyberg. Bisher nutzen
die Fußballspieler das Vereinshaus, wo sie sich aber häufig überflüssig fühlten, da sich dort eher die
Erwachsenen treffen.
Auch die Pètanque-Spieler der Behindertensparte hatten sich bisher mit einer umgebauten Garage als "Notunterkunft" zufrieden
geben müssen. Bei schlechtem Wetter können sie sich jetzt im neuen Jugendtreff aufhalten und unter die Fußballer mischen. Der
Verein hofft so auch auf eine Annäherung der beiden Sportlergruppen.
hon
S
Offizielle Homepage des TV Badenstedt v. 1891 e.V.
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